Tarifvertrag arbeitszeiten

Gesetzliche Feiertage in Österreich sind freie Tage, und alle Arbeitnehmer sind frei von der Arbeit, während sie weiterhin bezahlt werden. Tarifverträge für die einzelnen Sektoren können den 24. und 31. Dezember als Feiertage definieren. Weitere Feiertage sind Karfreitag für Mitglieder der lutherischen, reformierten und altkatholischen Kirche und der Tag des Sühnopfers (Yom Kippur) für Mitarbeiter der Israelitischen Religionsgemeinschaft. Tarifverträge enthalten viele Arbeitnehmerrechte, die nicht gesetzlich oder nicht im Detail festgelegt sind, darunter: Dieser Abschnitt gibt Ihnen einen allgemeinen Überblick über die in Tarifverträgen verwendeten Begriffe und die Themen, die sie am häufigsten enthalten. Die Arbeitnehmer haben per Gesetz Anspruch auf einen Zuschlag von 25 % für jede zusätzliche Arbeitsstunde. Ausnahmen gibt es, z. B. wenn der Arbeitnehmer innerhalb eines bestimmten Zeitraums von drei Monaten eine Auszeit (im Verhältnis 1:1) nimmt, um die zusätzlichen Stunden zu kompensieren; in diesem Fall ist der Zuschlag für zusätzliche Stunden nicht fällig. Auch hier können Tarifverträge andere Regeln festlegen (z.B. die Zeit, ab der zusätzliche Stundenzuschläge fällig sind). Wenn z.B.

der Tarifvertrag eine normale Arbeitszeit von 38 Stunden pro Woche und 1,5 zusätzliche Stunden als vom Zuschlag befreit vorschreibt, gilt dies entsprechend für Teilzeitbeschäftigte (d. h. 1,5 zusätzliche Stunden sind immer vom Zuschlag ausgenommen). Viele Tarifverträge enthalten Regelungen für die Vorförderung (Vorrückung) und die Neuklassifizierung (Umreihung) innerhalb von Lohnsystemen. Wichtige Überlegungen sind dabei die Beschäftigungszeit oder ein Arbeitswechsel. Die Beförderung bezieht sich auf eine Erhöhung des im Tarifvertrag festgelegten Mindestlohns oder Mindestlohns innerhalb einer Beschäftigungskategorie; dies tritt in der Regel nach einem bestimmten Zeitraum auf (z. B. nach zwei Jahren, als zweijährliche Erhöhung bezeichnet – Biennalsprung). Umklassifizierung bedeutet, dass Arbeitnehmer innerhalb eines Lohnsystems von einer Beschäftigungskategorie oder Berufsgruppe in eine andere versetzt werden. Dies tritt häufig auf, wenn der Mitarbeiter den Arbeitsplatz wechselt oder nach einer bestimmten Beschäftigungsperiode. Zusätzliche Arbeitszeiten treten auf, wenn Teilzeitbeschäftigte länger als die vorgeschriebene normale Arbeitszeit (z. B.

20 Stunden pro Woche gemäß Arbeitsvertrag) und weniger als die gesetzlich vorgeschriebene Arbeitszeit (in der Regel 40 Stunden pro Woche) arbeiten. Nur Stunden, die über die normale gesetzliche Arbeitszeit hinaus geleistet werden, gelten als Überstunden. Österreich hat keine gesetzlichen Mindestlöhne oder Mindestlöhne. Mindestlöhne und -gehälter müssen in Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden vereinbart werden. Sind Arbeitnehmer gemäß der EU-Verordnung (EG) Nr. 883/2004 in Österreich sozialversicherunggemäß, so ist der Arbeitgeber verpflichtet, für den Fall, dass eine Krankheit einen Arbeitnehmer an der Arbeit hindert, für einen bestimmten Zeitraum eine Fortzahlung in der in den österreichischen Rechtsvorschriften festgelegten Höhe zu zahlen.